Frauenarztpraxis Dr. med. Claudia Mlynek-Luhr | Jochen Zieriacks

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Entbindung und Wochenbett

Wie und wo Sie Ihr Kind bekommen, ist unerheblich, solange die Grundforderungen

-mein Kind soll gesund zur Welt kommen und
-dabei will ich selbst unbeschadet bleiben

erfüllt werden können. Aufgrund Ihrer persönlichen Vorgeschichte (Anamnese) und des Schwangerschaftsverlaufs gibt es natürlich einige Sonderfälle zu berücksichtigen.

Vor der abgeschlossenen 34. Schwangerschaftswoche (SSW) ist es unumgänglich, in einem sogenannten Perinatalzentrum zu entbinden, also einem Schwerpunktkrankenhaus mit besonderer Ausstattung und Erfahrung in der Behandlung schwerkranker Schwangerer und sehr kleiner, unreifer, frühgeborener Kinder. Dort ist eine Kinderarzt, der als Spezialist für Neugeborenen-Intensivmedizin ausgebildet ist, permanent anwesend. In unserer Region handelt es sich um die Universitätsfrauenklinik, das Krankenhaus Holweide im Verbund mit der Kinderklinik Amsterdamer Straße und das Klinikum Leverkusen-Schlebusch.

Bis zur abgeschlossenen 37. SSW sehen die Leitlinien auch bei sonst unkomplizierter Schwangerschaft eine Entbindung in Perinatalzentren vor. Allerdings brauchen Kinder nach der 35. SSW meistens keine Beatmungshilfen mehr, sondern vor allem mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung, sie kühlen schneller aus und haben Schwierigkeiten mit der Ernährung. Eine ambulante Entbindung kommt also meistens nicht in Frage.

Um den errechneten Termin herum, also im Zeitraum von 3 Wochen vor bis 2 Wochen nach dem von uns ausgerechneten Entbindungstermin (ET), ist dann alles möglich, was Mutter und Kind nicht schadet. Alle Entbindungsabteilung erlauben heutzutage den werdenden Vätern oder anderen vertrauten Menschen bei der Entbindung im Kreißsaal, eventuell sogar im OP dabei zu sein. Sie sollten sich überlegen, ob und wen Sie in dieser Situation um sich herum haben möchten, nicht jeder Mann ist eine Hilfe, nicht jede Mutter eine Unterstützung.

Möglich sind bei vollkommen risikolosen Schwangerschafts- und Entbindungsverlauf auch Hausgeburten oder Entbindungen in Geburtshäusern. Hierbei haben Sie den Vorteil der vertrauten Umgebung, einer schon vorher bekannten Hebamme und eines weniger klinisch-medizinischen Umfeldes. Dem steht als Nachteil die längere Reaktionszeit, falls etwas Unvorhergesehenes passiert, entgegen. In jedem Fall sollten Sie sich für den ungeplanten Notfall eine Klinikalternative aussuchen.

Nahezu alle Kliniken bieten Entbindungen auch in Entbindungswannen, auf Gebärhockern oder im 4-Füßlerstand an. Seien Sie offen, probieren Sie ruhig aus, was Ihnen in der speziellen Lage hilft.

Viele Hebammen und Geburtshelfer kennen sich mit Akupunktur oder Homöopathie zur Schmerzlinderung und Geburtsunterstützung aus. Reichen diese Hilfen nicht, ist manchmal auch eine rückenmarksnahe Betäubung (Periduralanästhesie-PDA) sinnvoll. Diese kann in der Regel auch für einen Kaiserschnitt verwendet werden.

Ein Kaiserschnitt (sectio caesarea) ist heutzutage ein Routineeingriff, er wird bei Gefahr für Mutter oder Kind durchgeführt. Dennoch hat eine Sectio ein höheres Risiko für die Mutter als eine normale Entbindung, Komplikationen durch Wundheilungsstörungen, Narben- und Verwachsungsbildung und Infektionen, sowie für weitere Schwangerschaften treten häufiger auf. Auch bedeutet eine Entbindung per sectio nicht, dass das Kind risikolos auf die Welt kommt. Kaiserschnitten auf Wunsch stehen wir daher sehr zweifelnd gegenüber.

Nach komplikationsloser Entbindung mit einem gesunden, reifen Neugeborenen steht einer ambulanten Entbindung meist nichts entgegen. Bedenken Sie jedoch, dass Sie in der Klink jederzeit kompetente Hilfe erfahren und Sie sich um wenig kümmern müssen. Wenn Sie also planen, frühzeitig nach Hause zu gehen, sollte dort alles vorbereitet sein. Sie sollten eine nachsorgende Hebamme haben, die nach Ihnen und Ihrem Kind schaut (bezahlt die Krankenkasse) und ausreichend Hilfe für die Alltagsaufgaben, damit Sie sich wirklich nur um den neuen Erdenbürger und sich selbst kümmern können.

In allen Krankenhäusern wird heute rooming-in ermöglicht, also das ständige Zusammensein mit Ihrem Kind. In einigen Kliniken können sogar der Partner oder Geschwisterkinder mit im Zimmer untergebracht werden (Familienzimmer).

Wir raten Ihnen sehr zum Stillen. Muttermilch ist die natürlichste, angepassteste und bekömmlichste Ernährung für ein Neugeborenes. Stillen stärkt die Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind, fördert Ihr Verständnis, verlängert den Nestschutz über Abwehrstoffe in der Milch, vermindert Allergien. Muttermilch ist heute, 20 Jahre nach dem Unglück in Tschernobyl und Jahrzehnte nach dem Verbot von DDT und anderen Giften nicht mehr belastet. Stillen fördert die Rückbildung der Gebärmutter. Sollte es nicht möglich sein zu Stillen oder aus medizinischen Gründen unangebracht, ist heute jedoch die angebotene Industrienahrung ein guter Ersatz (www.lalecheliga.de ).

Etwa eine Woche nach der Entbindung sollten Arzt oder Hebamme Sie untersuchen, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen, nach 6 Wochen sollten Sie sich noch mal vorstellen- sehr gerne auch mit ihrem Kind-, dann ist das Wochenbett abgeschlossen.

Nach einer Entbindung stehen Ihnen 8 Wochen bezahlter Mutterschutz zu, in dem ein Beschäftigungsverbot besteht. Danach dürfen Sie wieder arbeiten. Zur Zeit besteht die Möglichkeit, bis zu 3 Jahre lang Elternzeit in Anspruch zu nehmen. Dabei können Sie sich mit Ihrem Partner abwechseln oder auch parallel die Erziehungszeit nutzen. In dieser Zeit können Sie mit Zustimmung des Arbeitgebers bis zu 19 Stunden pro Woche arbeiten; es besteht Kündigungsschutz, jedoch keine Garantie, an Ihren alten Arbeitsplatz zurückzukehren. Weitere Details über das Bundesministerium für Jugend, Familie und Soziales.

Alle Geburtskliniken bieten Informationsabende und Kreißsaalführungen an. Machen Sie sich ein Bild und orientieren Sie sich schon vor dem Wehenbeginn über Anmeldeformalitäten, Not- und Nachtaufnahmen, Zugangswege. Folgend haben wir Ihnen Informationen über einige Kliniken im Umfeld zusammengestellt:

Städtische Kliniken, Krankenhaus Holweide, Neufelderstraße 32, 51067 Köln, Tel. Kreißsaal: 8907-2746, Info-Abende 1.Dienstag im Monat Ärzte mit Kreißsaalführung, 2. Dienstag Kinderärzte und Kinderschwestern, 3. Dienstag Hebammen mit Kreißsaalführung, jeweils 18.30 Uhr

Universitäts-Frauenklinik, Kreißsaalsprechstunde (Geburtsanmeldung, Risikosprechstunde): 478 6847, Kreißsaal: 4784965, Kerpener Straße 34, 50931 Köln, Info-Abende 1. und 3. Dienstag im Monat mit Kreißsaalführung jeweils 19.00Uhr

Klinikum Leverkusen, Dhünnberg 60, 51375 Leverkusen Tel.: 0214-130, Info-Abend jeder 2. Montag im Monat

Vinzenz-Palotti-Hospital Bensberg, Vinzenz-Pallotti-Straße 20, 51429 Bergisch-Gladbach, Tel.: 02204-41300, Info-Abend jeden Montag, 18 Uhr mit Kreißsaalführung

Evangelisches Krankenhaus Bergisch-Gladbach, Ferrenbergstraße 24, 51465 Bergisch Gladbach, Tel.Kreißsaal: 02202-122-450, Kreißsaalbesichtigung und Info-Abend donnerstags 18.30 Uhr

Krankenhaus der Augustinerinnen-Severinsklösterchen, Jakobstraße 27 - 31, 50678 Köln, Tel.Kreißsaal: 3308-1640, jeden ersten und dritten Dienstag im Monat findet ab18.00 Uhr eine Informationsveranstaltung/Kreißsaalführung statt

Anschrift

Dr. med. Claudia Mlynek-Luhr
und Jochen Zieriacks
Bergisch-Gladbacher-Str. 408
51067 Köln

Kontakt

Telefon: 0221 - 631 619
Telefax: 0221 - 963 63 97
www.vital-gyn.de
Termine nach Vereinbarung

Sprechstunden

Mo 9 - 12 | 14:30 - 16 Uhr
Di 9 - 12 | 14:30 - 16 Uhr
Mi 9 - 12 Uhr
Do 9 - 12 | 14:30 - 16 Uhr
Fr 9 - 12 Uhr

Aktuelles

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG der Bundesregierung gilt ab dem 1.September 2019.

Für Sie und unsere Praxisorganisation ändert sich dadurch nahezu nichts.

Unsere Sprechzeiten waren und bleiben mindestens 25 Wochenstunden. 

Für Notfallpatientinnen haben wir weiterhin täglich ab 12 Uhr eine Sprechstunde ohne Termine, in der Sie dann von dem an diesem Tage tätigen Arzt/ Ärztin betreut werden. Um längere Wartezeiten zu vermeiden und um die Dringlichkeit abzuklären, bitten wir Sie, möglichst früh vorher anzurufen.